VW ID. Buzz im Video-Test: Was ist nur aus dir geworden, Bulli?

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»Jürgen, mit dem Outfit kommst du sicher 50 Jahre zu spät.«
»Nico, alles kommt wieder. Denk an ABBA, denk an die Atomkraftdebatte. Und auch in der Autowelt gibt es ständig Wiederbelebungen. Mit der jüngsten haben wir es heute zu tun. VW belebt ein Fahrzeug neu, das vor mehr als 70 Jahren auf den Markt kam und vor mehr als 50 Jahren zum Kultmobil der Hippies wurde. Den VW Bus T1, Kosename Bulli. Jetzt fährt das elektrische Remake vor. Wir drehen eine Runde mit dem VW ID. Buzz. Und das ist er. Wenn man sich mit den Ähnlichkeiten zwischen Original-Bulli und dem ID. Buzz beschäftigt, muss man mindestens ein Auge zudrücken. Denn aus dem schlanken Kastenauto von einst ist ein ziemlich moppeliges Mobil geworden. Das liegt ganz einfach daran, dass der ID. Buzz breiter als hoch ist. Und aus der spitz zulaufenden, V-förmigen Nase des Bulli ist in diesem Fall ein extra breites U geworden. Was nach wie vor gut aussieht, ist die Zweifarblackierung, in unserem Fall aus den Farbtönen Limonengelb Metallic und Candy Weiß.

Was fällt sonst noch auf? Zum Beispiel die freundlich dreinblickenden LED-Scheinwerfer, die durch eine Lichtleiste miteinander verbunden sind. Dann das derzeit größte VW-Logo, das von der Marke im Einsatz ist. Ein Riesenteil hier vorne. Außerdem 20-Zoll-Räder und an beiden Seiten hinten Schiebetüren. Die Maße noch: Der ID. Buzz ist 4,71 m lang, 1, 99 m breit und 1,95 m hoch. So viel zum Äußeren.

Jetzt schauen wir uns drinnen um. Wer schon in einem der anderen ID.-Modelle saß, wird hier im ID. Buzz ein Deja-vu-Erlebnis haben. Denn auch hier besteht die wesentliche Ausstattung aus einem 5,3 Zoll großen Digitalcockpit und auf der zentralen Armaturentafel einem zwölf Zoll großen Touchdisplay als Kommandozentrale fürs Infotainmentsystem.

Insgesamt ist der Innenraum übersichtlich, nüchtern, aber auch wohnlich und farbenfroh. Und besonderes Augenmerk hat VW bei der Gestaltung des Innenraums auf die Nachhaltigkeit gelegt. Es gibt zum Beispiel grundsätzlich kein Leder mehr im ID. Buzz und alles, was nach Leder aussieht, etwa hier am Lenkrad oder hier an den Sitzwangen, das ist tierfreies Material. Dazu kommen Recyclingfasern in den Sitzbezügen. Das hier ist kein Chrom, sondern Chromlack. Und das hier ist kein Echtholz, sondern Holzimitat. Die digitale Ausrüstung läuft mit der neuesten Softwareversion und die ermöglicht Aktualisierungen via Over-the-Air-Updates, also wie bei einem Mobiltelefon. Das Navigationssystem bietet einen auf den E-Antrieb abgestimmten Routenplaner. Es gibt jede Menge Assistenzsysteme. Es gibt bis zu acht USB-Anschlüsse hier drin. Zwei zum Beispiel hier, weitere in den Türen oder im Fond. Es gibt ein 30-farbiges Ambientelicht. Es gibt diese herausnehmbare Mittelkonsole mit allerlei Ablagemöglichkeiten. Und es gibt hier unterm Beifahrersitz einen 230-Volt-Anschluss, der auch bei geparktem Auto Energie liefert. So, wir haben jetzt lange genug geparkt. Jetzt wird gefahren.

Was das Fahren mit dem ID. Buzz besonders macht, ist schon mal die im Vergleich zu anderen PKW deutlich höhere Sitzposition. Und auch die Windschutzscheibe ist enorm weit nach vorne gerückt, das heißt, man sitzt weit hinter der Scheibe. Das gibt dem ganzen ja so ein bisschen ein LKW-Gefühl. Aber die Übersicht ist prima. Das Handling des Autos ist angesichts des Volumens richtig gut, der Wagen bewegt sich geschmeidig. Allerdings merkt man die Breite von zwei Metern dann doch. Und zwar immer dann, wenn die Straßen mal ein bisschen enger werden. Und wenn es auf den Straßen mal ein bisschen voller wird. Über diesen Lenkstockhebel hier wird die 1-Gang-Automatik bedient. Es gibt zwei Stufen fürs Vorwärtsfahren, nämlich D oder B.

D steht für Drive und B für Break. Das heißt, wenn man den Fuß vom Fahrpedal nimmt, dann segelt das Auto bei D einfach weiter und bei B, wie Break, da rekuperiert es. Das heißt, der Motor bremst den Wagen ab, fungiert als Generator und speist Strom zurück in die Batterie. Den ID. Buzz gibt es zum Start mit nur einer einzigen Motorenvariante. Und zwar handelt es sich um eine Maschine, die in die Hinterachse integriert ist. Und damit hat der Wagen Heckantrieb, wie schon der Ur-Bulli. Diese Maschine leistet 150 kW, das entspricht 204 PS. Sie entwickelt ein maximales Drehmoment von 310 Newtonmeter und sie macht den Wagen bis zu 145 km/h schnell. Der Durchschnittsverbrauch liegt bei rund 21 Kilowattstunden je 100 Kilometer. Im Unterboden sitzt ein Akku, der hat eine Speicherkapazität von netto 77 Kilowattstunden. Und das bedeutet übersetzt in Reichweite 423 Kilometer laut WLTP-Norm. Geladen werden kann der Akku mit bis zu elf Kilowatt Wechselstrom und bis zu 170 Kilowatt Gleichstrom. Im besten Fall, an einer Schnellladesäule unter optimalen Bedingungen, ist der Akku innerhalb von einer halben Stunde von fünf auf 80 % geladen und an einer Elf-Kilowatt-Ladestation, da dauert dieser Vorgang siebeneinhalb Stunden.

Laden müssen wir noch nicht. Wir halten aber trotzdem noch mal an, denn wir wollen noch in den Passagierraum und unter die Klappen schauen. Hier hinten im Fond des ID. Buzz gibt es eine Dreiersitzbank, die ist im Verhältnis 60 zu 40 hier geteilt, und die einzelnen Teile lassen sich um bis zu 15 Zentimeter vor oder zurück verschieben, je nachdem, ob man mehr Sitzkomfort haben möchte oder mehr Laderaum. Außerdem lassen sich auch die Rückenlehnen nach vorne klappen, ebenfalls um den Laderaum zu vergrößern. Oder aber, um wie in unserem Testmodell, in dem eine zweite Ladeebene installiert ist, eine ebene Fläche zu kriegen, wo man zum Beispiel mal ein Bett aufbauen kann.

Im nächsten Jahr übrigens soll der Fidibus auch mit verlängertem Radstand auf den Markt kommen. Für den soll es auch eine dritte Sitzbank geben und bis zu sieben Sitzplätze. So, und jetzt gucken wir noch unter die Klappen. Viel zu sehen gibt es unter der vorderen Klappe nicht. Es lässt sich zwar öffnen, aber dahinter ist kein Stauraum, sondern lediglich der Einfüllstutzen fürs Wischwasser.

Die Heckklappe öffnet sich automatisch. Und gibt einen wirklich üppigen Laderaum frei. 1.121 Liter beträgt das normale Volumen bei voller Bestuhlung und wenn die Sitzlehnen umgeklappt werden, maximal sind es dann 2.205 Liter Gepäckvolumen. Den doppelten Ladeboden, den haben wir bereits von innen gesehen, der entweder als Liegefläche dienen kann oder aber ein bisschen mehr Ordnung ins Gepäckabteil bringt. Das hintere Teil lässt sich aufklappen. Hier unten gibt es zwei herausnehmbare Boxen, zum Beispiel fürs Ladekabel. Die Ladekante ist 63 Zentimeter hoch und zuladen darf der rund 2,5 Tonnen schwere ID Buzz 529 Kilogramm.

Lässt man mal die ganzen Bulli-Vergleiche beiseite, dann ist der ID. Buzz ein geräumiger, freundlicher Familienwagen, mit ausgewogenen Fahreigenschaften und mit einem soliden Elektroantrieb. Pluspunkte sind die fröhliche Optik, das üppige Platzangebot und das eigenständige Konzept. Endlich mal kein SUV. Minuspunkte sind die Breite des Autos, dann das wenig innovative Infotainmentsystem, bei dem man sich immer einen sehr geduldigen Beifahrer wünscht, der sich durch die Menüs kämpft und die saftigen Preise für die Extras.« »Was kostet der, Jürgen?« »Den ID. Buzz als PKW gibt es ab 64.581 € und unser Modell, mit allen möglichen Schikanen ausgestattet, das kostet rund 77.000 €. Auto, Mode, Design alles kommt irgendwann wieder, wie man am ID. Buzz merkt. Nur die Preise aus den Hippiezeiten, die werden wir wohl nicht mehr erleben, Niko.« »Wahrscheinlich nicht.«

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